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Corona-Update und Tipps für Reiseveranstalter

Ende Dezember 2019 wurde der erste Fall des neusten Corona-Virus, SARS-CoV-2, in China in der Region Wuhan diagnostiziert. Dieser breitete sich rasant auf der ganzen Welt aus. Laut der Johns-Hopkins-Universität (27.03.2020) sind heute weltweit 176 Länder von der Pandemie betroffen. Wie kann die Reisebranche damit umgehen? Und wann ist ein Ende in Sicht?

Der deutsche Virologe Christian Drosten von der Charité Berlin und der deutsche Arzt und Biochemiker Alexander Kekulé äußerten und äußern sich sehr tiefgründig zur aktuellen globalen Situation.

Im Podcast Kekulés Corona-Kompass vom Mitteldeutschen Rundfunk sagt Kekulé (MDR 23.03.2020), dass sich 60-70% der Bevölkerung mit dem Virus infizieren müsste, um eine Herdenimmunität zu erreichen. Einmal infiziert, ist man „wahrscheinlich für den Rest der Pandemie immun […], [f]ür ein paar Jahre“ (Schumann 20.03.2020), teilte Drosten der Zeit in einem Interview mit.

Aber was bedeutet „für den Rest der Pandemie“?

Viele Wissenschaftler*innen, unter anderem Drosten und Kekulé, sind sich einig, dass es noch zu früh ist, die Dauer der Pandemie einzuschätzen. Laut Drosten (cf. Schumann 20.03.2020) und Kekulé (MDR 24.03.2020) wird es Ostern wahrscheinlich genug Daten geben, um die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen sowie die weitere Ausbreitung des Virus besser zu bewerten. Daraus leiten sich dann auch Konsequenzen für die Ausweitung oder Rücknahme von Maßnahmen ab, darunter die Mobilität und Reisefreiheit der Menschen.

Was macht Hoffnung?

Drosten (NDR 25.03.2020) verwies im Podcast Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten auf einen Antikörpertest. Es wird vermutet, dass Antikörper des SARS-CoV-2 wie bereits beim ersten SARS-CoV noch mehrere Jahre nach der Erkrankung im Körper nachzuweisen sind. Ein Antikörpertest kann demnach anzeigen, ob man Covid-19 bereits hatte und folglich schon immun ist. Dieser Test wird bisher nur in Laboren verwendet, für den privaten Hausgebrauch könnte dieser aber in 2-3 Monaten verfügbar sein, so die Vermutung von Drosten (NDR 25.03.2020). In einer weiteren Folge (NDR 17.03.2020) spricht Drosten von einem in der Entwicklung befindlichen Antigentest, der wie ein Schwangerschaftsschnelltest funktioniert. Drosten vermutet, dass so ein Test in ein paar Wochen oder Monaten frei verkäuflich sein wird, sodass sich alle selbst auf das Coronavirus testen können (cf. NDR 17.03.2020 & 25.03.2020).

Beide Tests als Massenprodukt auf dem freien Markt sollten mehrere Vorteile mit sich bringen:

  • Diejenigen, die Erkältungssymptome haben, aber nicht getestet werden, könnten sich selbst testen und würden bei einem Positivtest vermutlich viel strenger die Isolierungsregeln einhalten, was wiederum die Ansteckung senkt und die Ausbreitung verlangsamt.
  • Die Krankenhäuser, deren Überlastung ein Hauptgrund für die strengen Maßnahmen sind, würden entlastet werden, da nicht infizierte Patient*innen wegbleiben, infizierte Patient*innen der Risikogruppen aber evtl. in einem früheren Krankheitsstadium ins Krankenhaus gehen, sodass die Maßnahmen schneller ergriffen werden können.
  • Durch den Antikörpertest können positiv Geteste evtl. früher ihre Arbeit wieder aufnehmen und wieder mobiler werden, da sie wissen, dass sie immun sind. Entscheidungen darüber liegen natürlich in den Händen der Politik.

Weiterhin entwickeln mehrere Pharmaunternehmen derzeit einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2. Dieser wird wahrscheinlich im Frühjahr 2021 auf dem Markt einsatzbereit sein. Nach Kekulé (MDR 23.03.2020) wird es dann zu einer weitreichenden Erholung der Pandemie kommen.

Mit Hilfe der erwähnten Tests könnte die von Humanmediziner*innen wie Karl Lauterbach (Kolhoff 2020) prognostizierte zweite Virus-Welle im Herbst weniger stark ausfallen.

Wie ist die Lage für Reisen nach Nordamerika?

Auch die USA sind bereits in den Fokus der Corona-Krise gerückt. Dabei ist zu bemerken, dass New York City das Epizentrum der Pandemie in den Vereinigten Staaten ist, nicht zuletzt durch die Einreisenden aus der ganzen Welt. Aufgrund des exponentiellen Anstiegs der Infizierten wurde am 13. März 2020 vorerst für 30 Tage ein Einreiseverbot für die meisten Ausländer und Ausländerinnen (cf. Auswärtiges Amt 26.03.2020). Update vom 30.04.2020: Einreiseverbot in die USA wurde auf unbestimmte Zeit verlängert (cf. Auswärtiges Amt 15.04.2020).

Die Grenzen zu Kanada sind ebenfalls für alle nicht wesentlichen Reisen bis zum 30. Juni 2020 für alle Länder der Erde, bis auf die USA (gewisse Einschränkungen), geschlossen (cf. Government of Canada 27.03.2020).

Was bedeuten die drastischen Maßnahmen für den globalen Tourismus?

Der Tourismus ist einer der am stärksten betroffenen Sektoren der Corona-Krise. Die World Tourism Organization der Vereinten Nationen (UNWTO 2020) betont, dass es noch zu früh sei, um die Auswirkungen auf den weltweiten Tourismus richtig abschätzen zu können. Bei einigen Prognosen wird sich oft an der SARS-1-Krise von 2003 orientiert. Wie im Podcast erwähnt, ist ein Vergleich aber sehr gewagt, da sich die beiden SARS-Viren in bestimmten Punkten, wie der Infektiosität, unterscheiden (cf. NDR 24.03.2020).

Was können Reiseveranstalter tun?

In Anlehnung an die „recovery and resilience strategy“ von Eran Ketter (ITB 2020) und unter Berücksichtigung bisheriger wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie Strategien, die bei manchen Veranstaltern bereits angewendet werden, haben wir vier Punkte für Sie näher definiert, die Sie als Reiseveranstalter in der derzeitigen Lage umsetzen können, um trotz finanzieller Einbußen hoffentlich als starkes Unternehmen aus der Krise heraustreten zu können:

  1. Informieren

Wir empfehlen, sich mit der aktuellen Situation, den Zahlen und (wissenschaftlichen) Fakten vertraut zu machen, damit Ihr Unternehmen zielsicher agieren und Entscheidungen treffen kann.

  1. Destinations-Marketing

Überlegen Sie, wie Sie ohne große finanzielle Mittel, also v.a. online, ihre Destinationen weiter vermarkten können. Nutzen Sie das Fernweh, das viele Menschen gerade jetzt befällt (siehe ein schöner Artikel dazu), und bieten Sie ihnen Bilder und Videos, in denen die Zuhausebleibenden die Überbrückungszeit gut überstehen können und vielleicht neue tolle Reiseideen entwickeln.

  1. Nachfrage

Wer auch Reisen im eigenen Land anbietet, sollte den Fokus vorerst darauf legen. Bei einem Portfolio mit Reisen außerhalb Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz ist es gut, sich auf Gebiete zu konzentrieren, in denen es wenige Fälle und gute Prognosen gibt. Hier ist zu beachten, dass von Kekulé (MDR 23.03.2020) angenommen wird, dass die Pandemie in den Sommermonaten von der Nordhalbkugel in die Südhalbkugel wandert, da dann dort Winter ist.

  1. Positives Image

Einbeziehen der Kund*innen im Social Media, neue Strategien und Kooperationen, Flexibilität bei Buchungen und ihre Hilfeleistungen in Zeiten wie diesen – all dies schützt und stärkt Ihr positives Image:

  • Über Social-Media-Kanäle können Sie die Kunden und Kundinnen mit einbeziehen, indem diese beispielsweise Urlaubsbilder von vergangenen Reisen mit der Community teilen. Erleben Sie das Fernweh und die Vorfreude auf zukünftige Reisen gemeinsam.
  • Denken Sie über flexibles Buchen nach. Wenn man der Kundschaft attraktive Stornierungsbedingungen anbietet, sind diese sehr viel mehr ermutigt, eine Reise für den Sommer zu buchen. Vergleichen Sie hierfür die Konditionen der Hotels und anderer Partner. Die Konditionen bei MISA Tours International erfahren Sie unter info@culture-mondial.com sowie ganz hinten im Katalog.
  • Reisende, die über einen Reiseveranstalter gebucht haben, merken gerade jetzt, dass sie von Ihnen sehr gut betreut werden und demnach die richtige Wahl getroffen haben. Auch Sendungen über Reiserecht betonen, dass diejenigen Vorteile haben, die ihre Reise nicht selbst gebucht haben, sondern die ihre Leistungen durch einen Reiseveranstalter beziehen. Rücken Sie diesen Vorteil zukünftig stärker in den Vordergrund. Vielleicht kann so eine große Kundschaft von Menschen neu gewonnen werden – vor allem die Jüngeren, die in den vergangenen Jahren stärker auf individuelle Buchungen gesetzt haben.
  • Weiterhin raten wir dazu, die Zeit momentan für neue Kooperationen, neue Investments oder das Überdenken der Unternehmensstrategie zu nutzen. Online-Fortbildungen wären hier auch als Möglichkeit der Zeitüberbrückung zu nennen.

Im Namen unserer Kooperationspartner wünschen wir Ihnen alles Gute für diese Zeit. Bei Fragen stehen wir jederzeit gern zur Verfügung. Bleiben Sie gesund und stark.

 

Bibliographie

Auswärtiges Amt (26.03.2020): „USA / Vereinigte Staaten: Reise- und Sicherheitshinweise“, in: Auswärtiges Amt <https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/usa-node/usavereinigtestaatensicherheit/201382#content_0> [27.03.2020].

Auswärtiges Amt (15.04.2020): „USA / Vereinigte Staaten: Reise- und Sicherheitshinweise“, in: Auswärtiges Amt <https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/usa-node/usavereinigtestaatensicherheit/201382#content_0> [30.04.2020].

Government of Canada / Gouvernement du Canada (27.03.2020): „Coronavirus disease (COVID-19): Canada’s response“, in: Canada.ca. The official website of the Government of Canada <https://www.canada.ca/en/public-health/services/diseases/2019-novel-coronavirus-infection/canadas-reponse.html> [27.03.2020].

ITB Berlin (2020): „Coronavirus Outbreak: Effetcs on Global Tourism and Successful Recovery and Resilience Measures“, in: Messe Berlin (ed.): ITB Virtual Convention (= ITB Online Convention) <https://www.itb.com/VirtualConvention/> [27.03.2020].

Johns-Hopkins-University (27.03.2020): „Coronavirus COVID-19 Global Cases by the Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at Johns Hopkins University“, in: Johns Hopkins University & Medicine. Coronavirus Ressource Center <https://coronavirus.jhu.edu/map.html> [27.03.2020].

Kolhoff, Werner (08.03.2020): „Wir werden mindestens 12 Monate mit Corona zu tun haben“, in: Saarbrücker Zeitung <https://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/politik/inland/spd-gesundheitsexperte-lauterbach-rechnet-mit-zweiter-corona-welle-im-herbst_aid-49438171> [27.03.2020].

Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) (23.03.2020): „Kekulé #7 Viel zu früh für Optimismus“, in: Kekulés Corona-Kompass <https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/kekule-corona/kekule-fuer-optimismus-zu-frueh100.html> [27.03.2020].

Norddeutscher Rundfunk (NDR) (17.03.2020): „(15) Infizierte werden offenbar immun“, in: Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten <https://www.ndr.de/nachrichten/info/15-Infizierte-werden-offenbar-immun,audio654608.html> [27.03.2020].

Norddeutscher Rundfunk (NDR) (25.03.2020): „(21) Antikörpertests kommen bald“, in:  Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten <https://www.ndr.de/nachrichten/info/21-Antikoerpertests-kommen-bald,audio658532.html> [27.03.2020].

Schumann, Florian (2020): „Wir müssen jetzt die Fälle senken. Sonst schaffen wir es nicht“, in: Zeit Online < https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/christian-drosten-coronavirus-pandemie-deutschland-virologe-charite> [27.03.2020].

World Tourism Organization (UNWTO) (17.03.2020): „Tourism and Coronavirus Disease (Covid-19)“, in: World Tourism Organization <https://www.unwto.org/tourism-covid-19-coronavirus> [27.03.2020].

Bild: c by Michael Schreiber

Auf der Walz / Em deambulação

Sind sie dir auch schon einmal aufgefallen? Schwarzer Hut, Weste, Schlaghose – junge Menschen mit diesem Outfit sieht man seit ein paar Jahren wieder häufiger in Städten oder an Autobahnauffahrten Deutschlands. Welche Geheimnisse es bei den Wandergesellen zu finden gibt – und welche nicht – erfahrt ihr in diesem Artikel: http://www.goethe.de/ins/pt/lp/prj/toa/kul/suk/de16764979.htm

Será que também já deste alguma vez por eles? Chapéu preto, colete, calças à boca de sino – jovens com esta indumentária voltaram a ser cada vez mais vistos nos últimos anos na Alemanha, nas cidades e nos acessos às autoestradas. Os segredos que se pode chega a saber dos aprendizes deambulantes – e estes que não se pode chega – pode ler neste artigo: https://www.goethe.de/prj/ger/ptpt/kre/21773078.html

Sammelband „Inklusion in Kanada“

Im Beltz-Verlag ist nun der Sammelband über Inklusion in Kanada mit einem Artikel von mir erschienen.

Kanada ist federführend beim Thema „Bildung für alle“. In dem Buch werden nicht nur verschiedene Beispiele aus Kanada vorgestellt, sondern die schulische Inklusion dort auch mit der in Deutschland verglichen.

In meinem Beitrag „Kulturbedingte Herausforderungen für schulische und gesellschaftliche Teilhabe in indigenen Reservaten Kanadas: Das Beispiel des Atikamekw-Dorfes Manawan in Québec“ wird vor allem darauf eingegangen, wie das Bildungssystem in Quebec auf die Bedürfnisse der indigenen Kinder und Jugendlichen eingeht (oder auch nicht), und welche Möglichkeiten und tollen Initiativen die Indigenen in den Reservaten im Bereich Bildung haben, weil das kanadische Gesetz den Indigenen relative Autonomie im Bereich Bildung gewährt.

Ein Beispiel, das ich darin vorstelle, ist das Atikamekw-Wikipedia-Projekt, die weltweit erfolgreichste Wikipedia in einer indigenen Sprache.

Der Sammelband wurde von David Jahr und Robert Kruschel (beide von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) herausgegeben und erschien bei Beltz.

Jahr, David / Kruschel, Robert (eds.) (2019): Inklusion in Kanada. Internationale Perspektiven auf heterogenitätssensible Bildung. Weinheim: Beltz.

 

Nils Straatmann auf der Bühne_Bild von Uwe Lehmann

Poetry-Slam – Kunst, Hobby und Beruf / Poetry slam – arte, passatempo e profissão

Poetry-Slam ist ein Wettstreit von Dichter*innen, der in Deutschland viel Anklang findet. Doch was denken die Slammer selbst über dieses Format? In diesem Beitrag für das Goethe-Institut Portugal kommen zwei  bekannte Slam-Poeten aus Leipzig zu Wort.

Poetry slam é uma competição de poesia que se populariza muito na Alemanha. Mas o que é que @s poetry slammers pensam eles mesmos de essa formata? Neste artigo para o Goethe-Institut Portugal tomam a palavra dois slam poetas conhecidos de Leipzig.

Tourismus und Lissabon / Turismo e Lisboa

Wie hat sich Lissabon in den letzten sechs Jahren verändert? Welches neues Tourismuskonzept ist zu spüren und wie beeinflusst es das Stadtbild und die Lebensqualität in der portugiesischen Hauptstadt? Diese Fragen habe ich in einem Artikel für das Goethe-Institut Portugal beantwortet.

Como é que Lisboa mudou nos seis anos passados? Qual é o novo concepto turístico que se pode sentir e como é que influencia a imagem da cidade e a qualidade de vida na capital portuguesa? Respondi nestas perguntas num artigo para o Goethe-Institut Portugal.

Religious and general fasting

I grew up in Germany, a country which is characterized by Christianity and Judaism. In recent times, also Muslim traditions become more and more familiar to me. Among many other things, one common practice in many religions is fasting. Why do people fast? Is it an only religious motivation or do people fast for other reasons? What does fasting do to people? Here are some facts and some thoughts on this topic.

Neue Heimat: Käse

Fasting is the abstinence or reduction from certain or all food, drink or other substances, for a period of time. In Ancient Egypt fasting was known. The fasting culture in this part of the world included for example the abstinence of fish dishes during the spawning period. The fasting period of 40 days was probably adopted by the Egyptian Copts from their ancestors.

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The best known fasting in the Christian religion is the forty-day Lent fast before Easter. It reminds on the 40 days which Jesus Christ spend fasting and praying in the dessert. Traditionally it’s a fasting of meat. The reformation relaxed this Lenten season. Today, many Christians fast special habits which crept in their daily routing, like eating sweets or watching TV.

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Fasting for Jews means completely abstaining from food and drink, including water. Traditionally observant Jews fast six days of the year. With the exception of Yom Kippur, fasting is never permitted on Shabbat. Yom Kippur (also known as Day of Atonement) is considered to be the most important day of the Jewish year and fasting as a means of repentance is expected of every Jewish man or woman.

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In Islam, fasting is the fourth of the Five Pillars and involves fasting during the holy month of Ramadan, which is probably the most known fasting period in the world. In this holy month, Muslims are prohibited from eating and drinking (including water) and other substances from from fajr (dawn) until maghrib (sunset). As I know from some friends, also physical pleasures (even kissing) are prohibited. The Qur’an states that fasting was prescribed for those before them (i.e., the Jews and Christians) and that by fasting a Muslim gains taqwa, which can be described in one word as ‚Godconsciousness‘ or ‚Godwariness‘. Fasting is believed to help promote chastity and humility and prevent sin, the outburst of uncontrolled lusts and desires and far-fetched hopes.

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There are many other religions having fasting traditions, but I only mention here the three main religions. Today – besides medical or healthy fasting – fasting is often used as a tool to make a political statement. In recent times I remind on the hunger strikes in European refugee camps to protest against the conditions in many of these camps, or hunger strikes by Canadian women to draw attention to the disappearance of many First Nations women in the past decades.

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I don’t want to discuss political or medical reasons of fasting, but focus here on spiritual reasons. During the Christian Lenten period (which ended last Saturday), I reflected religious fasting reasons. The question I always ask is the question concerning the cause. „Because my religion tells me to fast“ should not be an answer. At the beginning, at least hundreds of years ago, there must have been a cause. Sure, the Qur’an, Torah and Bible give us some causes and reasons, like being closer to God and the paradise, or atoning for our sins. But what does this mean? Maybe the answer is in the fasting action itself. When we do not eat meat, we remember that meat is luxury, that there won’t be meat forever and that we have to take care of the animals and our nature. When we fast TV, we find back time for ourselves, to think, to watch the world, to talk to our families and friends – we find back to ourselves and to the world and the universe. No matter what we fast – it is the time to go back to our roots and to the basis. Maybe this is what religions mean with being closer to God and the paradise – it is the time to reflect on what we did and do. Don’t fast for a religion, fast for yourself, rethink and go back to your roots, and this is the answer.

Leipzig – A city with book tradition

Leipzig (Germany) was once one of the major European centers of learning and culture in fields such as music and publishing and plays still an important role in these fields. How did this happen and which role does the Leipzig Trade Fair plays in this development?

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In the Middle Ages, Leipzig was the intersection of two very important trade roads of the Holy Roman Empire in Europe: Via Regia (from East to West) and Via Imperii (from North to South). Being located on this spot, Leipzig got endowed with city and market privileges in 1165 and opened its Trade Fair, an event of international importance. In 1409, the „Alma Mater Lipsiensis“ – the University of Leipzig – was founded as one of the first universities in Germany. In 1497, Leipzig received the title of Imperial Trade Fair and by that the monopoly for regional and long-distance trading. The city evolved from a regional trade place into an international trade fair site and played an important role especially in the East-West-trading. The Leipzig Trade Fair is the oldest remaining trade fair in the world.

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The inhabitants of Leipzig – characterized by the twice yearly trade fairs – were „through acquaintances and contact with the world and its inhabitants […] more cultured and enlightened than those in other German trading cities“ (Johann Gottfried Langermann, 1794).

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The world’s first daily newspaper appeared in Leipzig in 1650. In the 18th century, the city became the center for instructive journalism, alongside scientific journals there were also literary criticism and periodicals for women and children. In 1780, there was one writer for every 170 inhabitants in Leipzig (in Berlin it was 1:675). Censorship was in the hands of the City Council and the university and was therefore liberal. Without being hindered by the mandatory membership of a guild, as was the case elsewhere, publishers were able to control type foundries, printing works, book binding, publishing and the book trade, which led to the location of a large number of publishing houses in Leipzig.

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The free intellectual atmosphere made Leipzig the commercial book trade center of Germany, which had already surpassed the Frankfurt Book Fair in importance in the 17th century. It was only in 1945 when Frankfurt was able to take back the leading role as German book trade metropolis. Today, Leipzig is the second largest book fair in Germany and continues to grow every year since the unification of Germany in 1990. Welcoming 186,000 book fair visitors in 2015, last week (from March 17th to 20, 2016) there were 195,000 visitors.

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Why do so many people – professionals and consumers – come to the Leipzig Book Fair? What does Leipzig differ from Frankfurt? It’s the new profile. Today, the fair in Leipzig aims to be for the public, above all, and to emphasize the relationship between the authors and the fair’s visitors through readings. The new orientation is necessary to compete with Frankfurt Book Fair, which sees a much larger volume of industry trading. During the four-day fair Leipzig hosts over 1,800 events both in the city (see picture above) and at the fairgrounds, making it the largest events of its kind in Europe. The Leipzig Fair was one of the first to recognize the growing market for audiobooks and incorporate this trend into its concept. Hélia Correia, one of the most important Portuguese authors, told us in an interview that she usually does not accept invitations to book fairs because she doesn’t like the blatant advertising of the books; but she got told that the book fair in Leipzig was different, with a strong concentration on the texts and the readers, so she accepted to come to Leipzig and was happy about this decision because here she got the confirmation that it was true.

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Another very important part of the new Leipzig Book Fair is the Manga-Comic-Convention, the first event of the year for lovers of comics, manga, cosplay, Japan and games. The trade fairground provides an own hall for this event, but you can see the cosplayers everywhere. Cosplayers are mostly teenagers who wear costumes and act to represent a character of manga and anime, comic books and cartoons and video games as closely as possible to the original. This tradition comes from Japan.

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I had a great time on the fairground, even though it was tiring to walk through the mass of visitors. But the thousands and thousands of books from small and big publishers and the great readings from German and international authors compensated the stress in a wonderful way.

Und für alle, die dem Deutschen mächtig sind und mal lesen wollen, wie die Messe für den deutschen Autoren André Herrmann war (lebt in Brüssel), kann seinen sehr empfehlenswerten Blogartikel dazu lesen.

 

Bryant Park in New York City

As I come from a small town in Germany, huge cities like New York stress me after some days. My favorite NYC places to relax are Central Park and the High Line. But when you’re walking in the Time Square area and you need a break, go to Bryant Park. There are benches, and in summer you can sit on the grass and enjoy a green spot in the center of rush.

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In 1686, when the area was still a wilderness, New York’s colonial governor at that time designated the area as a public space. George Washington’s troops crossed the area while retreating from the Battle of Long Island in 1776. Beginning in 1823, the future park was designated a graveyard for the poor and remained so until 1840, when thousands of bodies were moved to Wards Island.

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The first park at this site opened in 1847 as Reservoir Square. It was named after its neighbor, the Croton Distributing Reservoir. In 1853, the Exhibition of the Industry of All Nations took place in the park. The square was used for military drills during the American Civil War. In 1884, Reservoir Square was renamed Bryant Park, to honor the New York Evening Post editor and abolitionist William Cullen Bryant. In 1899, the Reservoir structure was removed and construction of the New York Public Library building began. Terrace gardens, public facilities, and kiosks were added to the park.

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Bryant Park is located in Midtown Manhattan between Fifth and Sixth Avenue. The Main Branch of the New York Public Library forms the park’s functional eastern boundary. Bryant Park is located entirely over an underground structure that houses the library’s stacks, which were built in the 1980s when the park was closed to the public and excavated; the new library facilities were built below ground level while the park was restored above it. Since 1980, the park is managed by the private not-for-profit corporation Bryant Park Corporation.

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Numerous events are hosted on the Great Lawn at Bryant Park, for example the Bryant Park Summer Film Festival and free musical performances. The park has a chess concession at the west end that offers chess boards and lessons. There is also a court for practitioners of the French game Pétanque, and two ping pong tables. Also popular are free classes in juggling, yoga, tai chi and knitting. Since its restoration, Bryant Park has become a favored setting for movies, like Ghostbusters (1984) or Sex and the city (2008). In December, you can go to The Holiday Shops, modeled on Europe’s Christkindlmarkt, and buy crafts and commercial merchandise from vendors. In Winter, there is also a free-admission ice skating rink that instantly became a fixture in the Manhattan holiday scene.

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For me, it was a great place to relax before walking around Times Square and visiting the beautiful New York Publish Library. I recommend to buy your lunch nearby and to eat in the park laying on the grass as many real New Yorkers do it during their lunch break.

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